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Gelungenes Comeback der „Eisstock-Schützen“ 2026

Nach dem respektablen Abschneiden im letzten Jahr mit den Plätzen 8 und 10 stellten die Schützen auch heuer wieder zwei Mannschaften für die Ortsmeisterschaft im Eisstockschießen. Christian Bachmaier kehrte in die erste Mannschaft zurück, nachdem er im Vorjahr als frischgebackener Vater (mit Tochter Nummer 2) aus diesem erfreulichen Grund aussetzte. Und obwohl der 2025er Ersatzmann Thomas Böhnke ein gutes Spiel ablieferte, weckte doch die Rückkehr von Bachmaier gewisse Hoffnungen auf stabileres und selbstbewussteres Spielverhalten der Gruppe (Bernauer sen,, Bernauer jun., Reiter, Bachmaier). Der Turnierauftakt nährte diese Hoffnung, konnte doch prompt ein 4er geschrieben werden (das Warmspielen und Einjustieren der Schübe vor Beginn der Meisterschaft zeigte seine Früchte). Strategien waren nicht vorbereitet, sie wurden spontan den jeweiligen Platzierungen der eigenen und gegnerischen Eisstöcke angepasst. Die Wettkampfgruppe fand schnell zusammen und gewann die ersten beiden Begegnungen ziemlich souverän.
Etwas anders sah es dann aus, als die Paarung Schützen-Feuerwehr anstand. Die traditionell starken Floriansjünger holten die Hubertusjünger schnell auf den Boden der Tatsachen zurück – das Spiel ging verloren. Der Dämpfer hatte zum Glück keine psychologischen Auswirkungen auf die Spielfreude und Qualität der Schützen, welche alle weiteren Konkurrenzen der Vorrunde für sich entscheiden konnten. Es erfolgte die Gruppenzuweisung für die Finalrunde. In Unkenntnis des Spielverlaufs der stärker eingeschätzten Feuerwehrler sah sich unsere Mannschaft als Gruppenzweiter im Spiel um die Plätze 5 bis 8. Umso überraschender war dann die Eingruppierung in die erste Gruppe im Spiel um den Gesamtsieg. Noch etwas konsterniert wurde die Herausforderung angegangen (wir wussten mittlerweile, was wir draufhaben, waren uns aber auch unserer Defizite bewusst). Die erste Begegnung in der Liga der Besten beendeten wir gegen den Schalclub im Rahmen unserer Möglichkeiten mit einem Unentschieden, die Punkte wurden geteilt. Dann gab es aus Sicht der Schützen nichts mehr zu verlieren – die bis dahin ungeschlagenen Zellerbodener machten sich bereit, uns nach allen Regeln ihrer Kunst „abzufieseln“. Die Mannschaft der „Unbesiegbaren“ soll zum besseren Verständnis hier kurz vorgestellt werden: Die zwei restlichen Senioren – Hocheder Peregrin und Schmiederer Richard – kauften sich als Ersatz für ausgefallene, verhinderte oder schlichtweg mittlerweile zu alte Spieler, zwei ebenso attraktive wie versierte Damen ein. Diese ergänzten die erfolgsverwöhnte Spielvereinigung optisch wie auch fachlich bestens und trugen zu einer deutlichen Reduzierung des Altersschnitts bei.
Und gegen dieses Quartett galt es nun für die – einmal im Jahr zusammen spielenden – Schützen standzuhalten! Was wider Erwarten gut gelang. Mit einer guten Portion Glück, dem Mut des bereits Abgeschriebenen und beherzten Schüben konnte nicht nur respektabler Widerstand geleistet werden – die Partie ging letztlich an uns. Nun waren die Zellerbodener völlig von der Rolle, damit hatten sie erkennbar nicht gerechnet. „Ihr seits de Ersten, de uns schlong!“ In der letzten Begegnung wurden die Stockerlplätze 1 bis 3 vergeben. Die im Spielverlauf optimierten Strategien, die bessere Kenntnis der Stärken (und Schwächen) unserer Stocksportler und die treffgenaueren Anweisungen des Chefstrategen Bachmaier sprachen im Endspiel durchaus für uns. Dazu kam die völlig unerwartete Tatsache, dass Schützen1 den Zellerboden geschlagen hatte. Der Respekt der Männer von MayerTrans vor unserer bisherigen Leistung und unserer vermeintlichen oder tatsächlichen Stärke war zu spüren (möglicherweise hilft auch der Name unserer Mannschaft dazu, vom jeweiligen Gegner nicht unterschätzt zu werden!?). Nervosität lag in der Luft. Auf in die letzte Runde! Und hier lief es bis zur Hälfte – wie schon in der Partie mit dem Schalclub – recht ausgeglichen. Dann aber kam – zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt – eine kurze Schwächephase der Schützen, die leider alle Protagonisten betraf. Obwohl nur 1,5 Bahnen anhaltend, kosteten uns diese Unkonzentriertheiten letztlich den Sieg. Mit einem Unentschieden wäre es der 2. Platz, mit einem Sieg der 1. Platz im Turnier gewesen!
So war es Platz 3 und ein hervorragender Erfolg, welcher beim Reiter Sepp im Ruhpoldinger Hof noch gefeiert wurde.
PS:
Realistischer Weise muss man feststellen, dass die vordersten Plätze den Mannschaften vorbehalten sind, welche regelmäßig (alle Jahreszeiten) zusammen trainieren, bestens eingespielt sind, sich blind verstehen und über jede Menge Erfahrung verfügen. Diese Kriterien sind bei uns nicht ansatzweise erfüllt. Und so wäre es fast schon eine Sensation gewesen, hätten wir uns auf dem Wanderpokal verewigen dürfen!
„Aba schee waars scho gwen :-)!“

  1. Zellerboden
  2. MayerTrans
  3. Schützen1

    19. Schützen2
    von insgesamt 24 Mannschaften

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